Unser Verein bietet folgende Ausbildungsformen an:

  • Begeleithundeausbildung
  • Wachhundeausbildung
  • Fährtenhundeausbildung
  • Schutzhundeausbildung

 

Die Begleithundeausbildung

Bei der BGVP-Ausbildung werden dem Hund und Hundeführer während der Übungsstunden zunächst die Grundbegriffe der Hundeausbildung beigebracht. Für den Hund sind dies die Kommandos 'Steh', 'Sitz', 'Platz' (und 'Bleib'), und natürlich das 'bei Fuß' gehen. Gleichzeitig lernt der Mensch, wann und wie er seinen Hund loben soll. Ebenso wird einem die Körpersprache des Hundes nähergebracht.
Zu Beginn wird in der Gruppe geübt, so daß der Hund lernt, sich auch in Gegenwart von Artgenossen zu benehmen. Die Einteilung ob Sie und Ihr Hund zur Anfänger- oder Fortgeschrittenengruppe kommen nehmen die Übungsleiter vor. Sitzen bei einem Team die Grundübungen, so kann zur gezielten Einzelausbildung übergegangen werden. Hier werden die einzelnen Teile der BGVP geübt, bis Hund und Führer sie sicher beherrschen und man sich schließlich an die Püfung heranwagen kann. Hierzu gehört auch eine theoretische Ausbildung und eine Prüfung im "Verkehr". Die Prüfung setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

1. Theorie:

Hier wird mittels eines vom Gesetzgeber ausgearbeiteten Fragebogens Ihr Wissen über Verhaltensweisen des Hundes und Ihr korrektes Reagieren in bestimmten Situationen geprüft.

 

2. Unterordung auf dem Übungsgelände:

Die Unterordung setzt sich aus fünf Teilen zusammen:

  1. Leinenführigkeit: Das 'Fuß gehen' an der Leine.
  2. Freifolge: Das 'Fuß gehen' ohne Leine.
  3. Sitzübung.
  4. Ablegen mit Herankommen
  5. Ablegen des Hundes unter Ablenkung

 

3. Prüfung im Verkehr

  1. Begegnung mit Personengruppe
  2. Begegnung mit Radfahrer
  3. Begegnung mit Autos
  4. Begegnung Joggern oder Inline Scater
  5. Begegnung anderen Hunden
  6. Verhalten des kurzfristig im Verkehr angeleinten allein gelassenen Hundes (Verhalten gegenüber Tieren)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wachhundeausbildung

Ein Wachhund im Haus ist die beste Alarmanlage. Denn die meisten Einbrecher packen ihr Werkzeug gar nicht erst aus, wenn ihr Zielobjekt von einem Hund bewacht ist!

... bessser als jede Alarmanlage ...

ein Wachhund gibt Einbrechern keine Chance !

Nie wieder Angst vor Einbrechern !

So lernt der Hund bei der Wachhundeausbildung auf Kommando Gegenstände zu bewachen, einen Eindringling zu verbellen und ihn notfalls auch auf der Flucht zu stellen. Neben der üblichen Unterordnung aus der Begleithundeprüfung muss der Wachhund auch das Apportieren sowie die Anhänglichkeit an sein Herrchen unter Beweis stellen.

Prinzipiell gilt: Jeder Hund hat Wachhund-Eigenschaften, somit bildet die Wachundausbildung eine für den Alltag nützliche Alternative zur Schutzhundausbildung und ist für jede Hunderasse ein mögliches Ausbildungsziel.

 

 

Die Fährtenhundeausbildung

Grundsätzlich können alle Hunde zum Fährtenhund ausgebildet werden.
Das Alter des Hundes ist für die Ausbildung nicht sehr wichtig, aber hier gilt: "Früh übt sich." So kann ich schon mit einem Hund die Fährtenarbeit im Alter von 2-3 Monaten beginnen. Aber auch älteren Hunden kann immer noch das Fährten antrainiert werden. Die Fährtenausbildung ist ein Hundesport für jung und alt, dies gilt für Mensch und Tier.
Fährtenhundausbildung ist Fleißarbeit, je nach Veranlagung und Vorhaben kann ich entweder täglich Üben oder auch nur 2-3 Mal wöchentlich d.h Fährtenhundausbildung ist ein sehr zeitaufwendiges Hobby. Aber es lohnt sich und macht ungeheuren Spaß.

Wie sucht der Hund eine Fährte ?

Der Hochwindsucher:
Diese Hunde interessieren sich weniger für die Gerüche am Boden als vielmehr für die Gerüche, die in der Luft schweben. Sie suchen nach der Geruchsquelle und folgen dabei mit der Nase der "Luftfährte" mit erhobenem Kopf, bzw. hoher Nase. Dieses Bild hat jeder von uns schon mal gesehen oder auch selber erlebt, wen uns ein Geruch in die Nase kommt und der Hund oder auch wir selber, diesen Geruch schnuppernd aufnehmen und folgen.

Der Spürhund:
Sie richten sich nach den Hautduftstoffen von Lebewesen, die sich entlang einer Spur oder ca. 60 cm über dem Boden befinden, deshalb suchen sie mehr mit halbhoher Nase. Diese Hunde sind nicht "Spurentreu", um ihre Fährte zu verfolgen pendeln sie häufig, kürzen ab, überschießen leicht Richtungsänderungen und teilweise bewegen sie sich auch deutlich versetzt zur eigentlichen Spur. 

Der Fährtenhund:
Orientiert sich vorwiegend anhand der Bodenverletzung, die durch Fußabdrücke erzeugt werden. Diese Hunde folgen mit tiefer Nase dem jeweiligen Eigengeruch der Fährte. Die Hunde sind für unsere Zwecke am besten geeignet, sie sind Spurentreu und lassen sich auch durch Wind und Wetter nur wenig beeinflussen.

  1. Was für Gerüche gibt es?
    Wenn ich oder jemand anders eine Fährte lege, egal wie, werden hierdurch bestimmte Gerüche freigesetzt.

    Gerüche des Fährtenlegers: z.B. Schweiß, Parfüm, Kleidergeruch, Zigarettengeruch etc. Also alles Gerüche, die von der Person selbst ausgehen, man nennt diese Gerüche den Individualgeruch. Nachteil dieses Geruchs ist eindeutig, dass er in der Regel bis ca. 60 cm über dem Boden schwebt und deshalb vom Wind leicht weggetragen werden kann. Selbst an windstillen Tagen hält sich dieser Geruch nicht länger als ca. 30 Min. in der Luft.
  2. Bodenverletzung: Die Bodenverletzung findet statt, sobald ich eine Fährte lege. Durch meine Fußabdrücke wird jeder Boden in verschiedener Weise verändert, verletzt. Es gibt die Gerüche, die durch die Veränderung der Erdkruste (z.B. blanker Acker) freigesetzt werden, dann den Geruch von verletzten Pflanzen (Acker mit Saat, Wiesen etc.) und zu guter letzt haben wir dort noch die Mikroorganismen, welche durch den Fußabdruck zerdrückt werden. Die Gerüche, die über die Bodenverletzung entstehen sind für den Hund am längsten erhalten. Je nach Witterung können sie sich über mehrere Tage halten. 

Der Aufbau in der Fährtenarbeit sollte so erfolgen, dass der Hund sich in erste Linie an dem Geruchsfeld der Bodenverletzung orientiert und erst in zweiter Linie an dem Individualgeruch des Fährtenlegers. Da z.B. eine mit Gummistiefeln gelegte Fährte kaum menschlichen Geruch annehmen kann, da durch das nichtatmende Gummi nur geringe Mengen and Duftstoffen auf den Boden dringen.
Der Hund sollte von Anfang an lernen, eine Fährte ruhig, konzentriert und mit tiefer Nase auszuarbeiten. Dabei sollte er den einmal aufgenommenen Mischgeruch von Anfang bis Ende konsequent verfolgen.
Der Hund sollte regelmäßig fährten, weil er nur dann die Arbeitsfähigkeit seines Geruchgedächtnisses steigern kann und dadurch das Unterscheidungsvermögen seiner Hundenase vergrößert. D.h. anfangs sollten wir täglich trainieren, später aber nicht mehr als 2 - 3 mal in der Woche.

 

Die Schutzhundeausbildung

Eine von vielen Hundesportlern angestrebtes Ziel bei ihrer sportlichen Tätigkeit ist die Schutzhundausbildung. Die Ausbildung zum Schutzhund erfolgt ausschließlich über den Spiel und Beutetrieb. Das der Hund „scharf“ gemacht wird ist immer noch die laienhafte Vorstellung Außenstehender. Der Hundeführer lernt den hoch im Trieb stehenden Hund zu beherrschen und der Hund lernt mit seinen Trieben umzugehen. Es gibt drei Disziplinen in der Ausbildung: a.) Fährtenarbeit b.) Unterordnung c.) Schutzdienst. In allen drei Abteilungen wird die Intelligenz und Vielseitigkeit des Hundes gefordert. In jeder der drei Disziplinen muss der Hund zum Bestehen eine geforderte Mindestpunktzahl erreichen. An Hundeführer und Hund werden die höchsten Anforderungen gestellt. Es gibt verschiedene Prüfungsstufen: SchH A, SchH I, SchH II, SchH III wobei die Anforderungen stetig gesteigert werden. Prinzipiell sind besonders die Gebrauchshunderassen wie der Deutsche Schäferhund, Malinois, Rottweiler, Boxer, Dobermann, Riesenschnauzer, Hoverwart, Airedale-Terrier und der Bouvier dafür geeignet. Auch Hunde anderer Rassen, sowie Mischlinge, sofern sie über ein ausgeglichenes Wesen verfügen, eignen sich für diesen Sport.

Infos-> Zur Schutzhundeprüfung